Der Rockermord vor dem BGH

Der Rockermord vor dem BGH

Vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe fand das in erster Instanz vor dem Landgericht in Kaiserslautern geführte „Rockermord-Verfahren“ eine Fortsetzung. Die Staatsanwaltschaft verfolgte nach wie vor eine Verurteilung meines Mandanten wegen eines Tötungsdeliktes. Gleichfalls gingen die Vertreter der Hinterbliebenen, die Nebenkläger, in Revision. Gemeinsames Ziel war die Aufhebung und spätere Verschärfung des erstinstanzlichen Urteils. Mein Ziel war hingegen, wenn nicht eine Entschärfung möglich wäre, so jedenfalls eine Verschärfung abzuwenden und die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Kaiserslautern aufrecht zu erhalten. Denn diese Entscheidung war auch ein Ergebnis einer Vielzahl von Anträgen und war nicht leicht erkämpft.

Auf den Antrag des Generalbundesanwaltes hin kam es dann im Januar 2011 zu einer Hauptverhandlung. Für einen Strafverteidiger ist das Auftreten vor diesem höchsten deutschen Gericht eine besondere Herausforderung, da in der Regel Revisionen durch Beschluss zurückgewiesen werden und es nur in seltenen Fällen zu einer Hauptverhandlung vor den Mitgliedern des Senates kommt.

Ob das erstinstanzliche Urteil, mit dem mein Mandant im Wesentlichen wegen einer Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt wurde, Bestand hatte, können Sie in dem eingefügten Urteil nachlesen.